Schule entlasten - Vom Loslassen und Umdenken

Schule bedeutet für viele Beteiligten zunehmende Überlastung und Überforderung, denn die Schere zwischen Anspruch, komplex-dynamischer Realität und Ressourcen geht immer weiter auseinander. Mit immer mehr Programmen und Auflagen versucht man die Schulen zu regulieren und zu steuern. Der Druck im System steigt und macht alles nicht besser, wie die PISA-Ergebnisse regelmäßig zeigen.

Der Holzfällereffekt

Das Lamentieren über Belastung und Ressourcenmangel kennt keine Pause. Es ist der Holzfällereffekt. Mit stumpfem Beil einfach weiterarbeiten. Denn ein Holzfäller hat keine Zeit, das Beil zu schärfen und er nimmt sich schon gar keine Zeit, um eine Motorsäge zu besorgen.

Man macht einfach weiter mit immer mehr Anstrengung.

Man scheut die Zeit des Innhaltens und Nachdenkens, wie es auch anders gehen könnte. Und dazu gibt es für den Holzfäller zwei Wege: die kontinuierliche Verbesserung, z.B. das Beil schleifen bzw. erneuern oder die radikale Transformation, den Quantensprung – eine Motorsäge holen. 

Statt Klagen fragen, denn so kann es nicht weitergehen.

Wer sich entlasten will, sollte sich Zeit nehmen und überlegen: Wie könnte es anders und leichter gehen? Wo gibt es Ansatzpunkte und Hebel für Entlastungen? Was können wir weglassen, weil es nichts nützt oder bewirkt? Also statt „immer mehr vom selben“ lieber dem Prinzip „weniger ist mehr“ und dem Ruf nach Effektivität und Effizienz folgen. Loslassen und Umdenken führt zur Entlastung.

Wie können wir uns Zeiten frei schaffen für Wichtigeres und Wirksameres?

Dazu braucht es das Wissen, das Wollen und das Engagement des Kollegiums und die gemeinsame Fokussierung, wie bestimmte Ergebnisse mit weniger Aufwand oder mit gleichem Aufwand bessere Ergebnisse erzielt werden können.

Dazu braucht es gemeinsames und kreatives Nachdenken bis hin zu radikalem in Frage stellen.

Dann sind wir bei der Transformation hin zu einer Schule, die allen Freude und weniger Arbeit macht. Dann werden Lehrer:innen zu Lernbegleiter:innen und Schüler:innen werden ermutigt, eigenständig zu lernen. Sie lernen, selbst zu lernen.
Dann entwickelt sich Schule von unten, von den Schüler:innen her. Und die Lehrer:innen werden entlastet.

Von der De-Implementierung zur Transformation, denn Loslassen und Umdenken eröffnet Entwicklung

Im Rahmen einer Profil- und Perspektivwerkstatt oder eines Workshops mit dem Schulleitungs- oder Steuerungsteam und eines Kollegiumstages kann das erfolgversprechend angegangen werden.

 

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